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Die Methode Morand, IPK-Plus

Die Wirkung verändert sich entschieden, wenn zwischen einer handelsüblichen Manschette und einer zu entödematisierenden Region eine ausdrücklich dicke Schicht von fein gewürfeltem elastischem Schaumstoff aufgebracht wird. An den Extremitäten verwendet man eine Muffe, an anderen Stellen kommen Kissen in Betracht, deren Wandung z.B. aus einem handelsüblichen Baumwollschlauchverband bestehen kann. Auf ein Absteppen einzelner Kammern wird bewusst verzichtet, damit nach dem Prinzip „hohe Auflage gleich höherer Druck“ fallbezogen regional Gestaltungsspielräume geschaffen werden können.

Eine solch beschriebene Komponente hält einer Kochwäsche stand. Im weiteren Text wird diese Form der Anwendung als IPK-Plus bezeichnet.

Die Erfindung der Einlage aus den späten achtziger Jahren geht auf den Therapeuten Bernd Schneider zurück, der zwar auf Komplexe Physikalische Entstauungstherapie spezialisiert war, der die IPK aber nicht mit diesen sogenannten Schneider-Packs bzw. -Muffen eingesetzt hat, sondern diese Komponenten sehr gut verträglich unter Kompressionsbandagen verwendete.

Bis heute wurden keine Untersuchungen der Wirkungsweise durchgeführt. Rückblickend kann man aber sagen, dass zahlreiche sehr erfahrene Mitarbeiter der Földiklinik (Fachklinik für Lymphologie), Ärzte und Physiotherapeuten von den sicht- und tastbaren Behandlungsresultaten sehr beeindruckt waren. Aussagefähige Veröffentlichungen sind mir nicht bekannt. Es liegen knapp kommentierte Bilder vor, die nur zu Teilen die Schneider‘schen Ideen aufzeigen.

Trotz der vielen Vorzüge kamen diese in ihrer Wirkung bis heute nicht erreichte Methode schon bald aus der Mode. Sie kommt in der ursprünglichen Form seit Jahren so gut wie überhaupt nicht mehr zum Einsatz. Aus der Sicht des Autors lässt sich dies folgendermaßen erklären:

Schneider-Packs bzw. -Muffen mit einem typischen Innenleben, bestehend aus einer dicken Schicht beweglicher Schaumstoffwürfel. Die dünne, weiche Wandung ermöglicht das Durchlassen von Reizen auf den Hautmantel.

Die Herstellung solcher Abpolsterungseinlagen muss in aufwendiger Handarbeit erfolgen, und die Materialkosten sind in den meisten Fällen von einem Behandlungszentrum selbst zu tragen. Insbesondere die von Schneider entwickelten Einlagen in einen Kompressionsverband zu integrieren, erfordert eine längere Wickelerfahrung des ausführenden Therapeuten, zudem ist der notwendige Zeitaufwand für das Wickeln selber auch für Therapeuten mit viel Routine recht hoch. Ein weiteres Problem besteht darin, dass das vergrößerte Volumen des Verbandes manchen Patienten Schwierigkeiten bereitet.

Die Wirkung verändert sich entschieden, wenn zwischen einer handelsüblichen Manschette und einer zu entödematisierenden Region eine ausdrücklich dicke Schicht von fein gewürfeltem elastischem Schaumstoff aufgebracht wird. An den Extremitäten verwendet man eine Muffe, an anderen Stellen kommen Kissen in Betracht, deren Wandung z.B. aus einem handelsüblichen Baumwollschlauchverband bestehen kann. Auf ein Absteppen einzelner Kammern wird bewusst verzichtet, damit nach dem Prinzip „hohe Auflage gleich höherer Druck“ fallbezogen regional Gestaltungsspielräume geschaffen werden können.

Eine solch beschriebene Komponente hält einer Kochwäsche stand. Im weiteren Text wird diese Form der Anwendung als IPK-Plus bezeichnet.

Die Erfindung der Einlage aus den späten achtziger Jahren geht auf den Therapeuten Bernd Schneider zurück, der zwar auf Komplexe Physikalische Entstauungstherapie spezialisiert war, der die IPK aber nicht mit diesen sogenannten Schneider-Packs bzw. -Muffen eingesetzt hat, sondern diese Komponenten sehr gut verträglich unter Kompressionsbandagen verwendete.

Bis heute wurden keine Untersuchungen der Wirkungsweise durchgeführt. Rückblickend kann man aber sagen, dass zahlreiche sehr erfahrene Mitarbeiter der Földiklinik (Fachklinik für Lymphologie), Ärzte und Physiotherapeuten von den sicht- und tastbaren Behandlungsresultaten sehr beeindruckt waren. Aussagefähige Veröffentlichungen sind mir nicht bekannt. Es liegen knapp kommentierte Bilder vor, die nur zu Teilen die Schneider‘schen Ideen aufzeigen.

Trotz der vielen Vorzüge kamen diese in ihrer Wirkung bis heute nicht erreichte Methode schon bald aus der Mode. Sie kommt in der ursprünglichen Form seit Jahren so gut wie überhaupt nicht mehr zum Einsatz. Aus der Sicht des Autors lässt sich dies folgendermaßen erklären:

Die Herstellung solcher Abpolsterungseinlagen muss in aufwendiger Handarbeit erfolgen, und die Materialkosten sind in den meisten Fällen von einem Behandlungszentrum selbst zu tragen. Insbesondere die von Schneider entwickelten Einlagen in einen Kompressionsverband zu integrieren, erfordert eine längere Wickelerfahrung des ausführenden Therapeuten, zudem ist der notwendige Zeitaufwand für das Wickeln selber auch für Therapeuten mit viel Routine recht hoch. Ein weiteres Problem besteht darin, dass das vergrößerte Volumen des Verbandes manchen Patienten Schwierigkeiten bereitet.

Schneider-Muffe im Querschnitt, vergleichend mit anderen Beispielen industriell gefertigten Abpolsterungseinlagen. Alternativ zu Schneider-Packs bzw. -Muffen eingesetzt, konnte kein nennenswertes höheres Ergebnis an Wirkung der IPK herbeigeführt werden.

Der Autor und Anwender der IPK-Plus geht basierend auf seiner Erfindung noch einige Schritte weiter. Zur Verwendung kommen nun nicht nur eine Sorte, sondern verschiedene Schaumstoffe, die seit Jahrzehnten gut verträglich unter lymphologischen Kompressionsverbänden eingesetzt werden.

Entdeckt wurde, dass unterschiedliche Größen und Materialeigenschaften der verbauten Schaumstoffkörper unter IPK-Anwendungen zu verschiedenen Wirkungen auf Ödeme verschiedener Genese führen. Unterschieden wird zwischen weichen und gut dellbaren bzw. festen und kaum oder gar nicht Dellen hinterlassenden Schwellungen, posttraumatischen Ödemen mit geschädigten Gewebsstrukturen und hoher Druckempfindlichkeit und dem Lipödem.

Der Autor und Anwender der IPK-Plus geht basierend auf seiner Erfindung noch einige Schritte weiter. Zur Verwendung kommen nun nicht nur eine Sorte, sondern verschiedene Schaumstoffe, die seit Jahrzehnten gut verträglich unter lymphologischen Kompressionsverbänden eingesetzt werden.

Entdeckt wurde, dass unterschiedliche Größen und Materialeigenschaften der verbauten Schaumstoffkörper unter IPK-Anwendungen zu verschiedenen Wirkungen auf Ödeme verschiedener Genese führen. Unterschieden wird zwischen weichen und gut dellbaren bzw. festen und kaum oder gar nicht Dellen hinterlassenden Schwellungen, posttraumatischen Ödemen mit geschädigten Gewebsstrukturen und hoher Druckempfindlichkeit und dem Lipödem.


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