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Posttraumatisches Ödem

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Im Berliner Therapiezentrum des Anwenders wurden zwischen den Jahren 2015 bis 2018 bei vielen Patienten aus dem lymphologischen Spektrum Anwendungsbeobachtungen durchgeführt. Bekannt ist, dass den jeweils zu behandelnden Ödemen ganz unterschiedliche Ursachen zuzuschreiben sind. Es konnte bei sehr vielen dieser Patienten immer wieder beobachtet werden, dass allein nach einer 60minütigen IPK-Plus-Behandlung ein deutlich sicht- und tastbarer Rückgang der Ödeme erreicht wurde. Ein solcher Effekt kann über vergleichbare MLD-Behandlungen nicht erzielt werden.

In den ersten zwei Jahren wurde bei den Patienten meist nur über einen Zeitraum von 60 Minuten Anwendung gearbeitet, erste Versuche, die Anwendungszeit auf bis zu sechs Stunden zu steigern, wurden erstmals im Jahr 2018 unternommen.

Bevor nun verschiedene Beobachtungen bei einigen Krankheitsbildern im Einzelnen beschrieben werden, sind noch folgende Bemerkungen wichtig: Da diese Methode noch nicht mit den Krankenversicherungen abgerechnet werden kann und auch noch nicht ausreichend erforscht ist, wurden die Behandlungen für die nun folgenden beschriebene Fälle nach Ausstellen einer privatärztlichen Verordnung kostenfrei durchgeführt. Die Patienten wurden umfassend über die sonst übliche MLD/KPE-Behandlung informiert und wurden dahingehend aufgeklärt, dass die IPK-Plus Behandlung ein noch nicht zugelassenes und noch zu erforschendes Behandlungsverfahren darstellt. Sie konnten frei wählen, auf welche Art sie sich behandeln lassen wollten.

Im nun folgenden Teil der Abhandlung finden Sie eine ganze Reihe von Anwendungsbeobachtungen, die erste passt nicht nur in einen geschichtlichen Kontext, weshalb der Anwender sie bewusst an den Anfang stellt.

Aufgezeigt wird die hohe Verträglichkeit der IPK-Plus, da in diesem Fall über einem verletzten und daher besonders berührungsempfindlichen Areal gearbeitet wurde.

2015 Erster Patient, damals 17 Jahre alt, aus dem näheren familiären Umfeld. Bei ihm hatte sich nach einem Umknicktrauma ein massives Ödem um den linken Knöchelbereich herum entwickelt. Als der Anwender aus einem Kurzurlaub zu dem bereits Verletzten zurückkehrte, hatte er das neue Gerät mit allen möglichen Unterpolsterungsmöglichkeiten schon an sich selber ausgetestet. Ein befreundeter Arzt, der den Patienten drei Tage zuvor, kurz nach seinem Unfall, untersucht hatte, stimmte einem Behandlungsversuch zu. Die IPK-Plus wurde bei ihm über einen Zeitraum von etwa 60 Minuten beschwerdefrei durchgeführt. Der Druck wurde vom Patienten selbst in kleinen Schritten innerhalb von 10 Minuten von zunächst sehr leichten 20- bis auf zuletzt 80 mmHg Druck erhöht. Die Anwendung konnte für ihn über den gesamten Zeitraum völlig beschwerdefrei durchgeführt werden. Allein diese Maßnahme führte zu einer erheblichen Reduktion des posttraumatischen Ödems.

Erfahrungsgemäß kann ein solch deutliches sicht- und tastbares Behandlungsresultat über eine vergleichbare 6ominütige Applikation mit MLD nicht erreicht werden. Darüber hinaus wäre es wohl in diesem Stadium kaum möglich gewesen, eine MLD-Behandlung direkt im Bereich des Schadens selber durchzuführen. Der Patient hat sich in den nächsten Tagen nach weiteren IPK-Plus-Behandlungen gesehnt und führte diese schon recht bald völlig selbständig durch, wobei nur noch Kompressionsverbände nach den Anwendungen gelegt werden mussten und die Genesung in wenigen Tagen zügig voran ging.

Mit der IPK-Plus Anwendung wurde übrigens auch die Region unterhalb des Knöchels (retromalleolär) erreicht, dies wäre mit einer herkömmlichen einfachen Manschette vermutlich nicht möglich gewesen. Irgendwelche nachteiligen Folgen der Anwendungen waren nicht erkennbar.


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Posttraumatisches Ödem
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